Gesundheitstipp des Monats – Juli

 

Hilft bei Schluckbeschwerden und Heiserkeit: Der Eibisch

 

Der Eibisch (Althaea officinalis) ist eine europäische Heilpflanze, die traditionell bei angegriffenen Schleimhäuten im Mund und Rachen sowie bei trockenem Husten eingesetzt wird – Probleme, unter denen Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen oft zu leiden haben. Dass die Extrakte aus den Eibischwurzeln Schleimhautsymptome im Mund und im Rachen sowie trockenen Husten lindern, wurde in Beobachtungsstudien an fast 1000 Menschen festgestellt. Bei mehr als acht von zehn Studienteilnehmern besserten sich die Beschwerden. Auch die Verträglichkeit war sehr gut. Laborversuche zeigen außerdem, dass die Inhaltsstoffe der Eibischwurzeln die Schleimhautzellen bei Reizungen zu einer schnelleren Regeneration anregen.

 

Gurgellösung aus Eibischwurzel

Geben Sie 2 g (1 TL) Eibischwurzel (Apothekenqualität) in ein Glas und übergießen diese mit 150 ml kaltem Wasser. 30 Minuten ziehen lassen, dann abfiltern. Die Spülung eine Minute im Mund behalten, danach ausspucken. Bei Bedarf mehrmals täglich wiederholen. Tipp! Sie können den wässrigen Eibischwurzel-Auszug auch als Tee trinken. Wenn dieser Ihnen kalt nicht schmeckt, können Sie den Auszug auf Trinktemperatur erwärmen. Kochen sollten Sie den Eibischwurzel-Auszug allerdings nicht, da hierbei die Schleimstoffe zerstört werden und da durch die Hitze aus der stärkehaltigen Pflanze ein Brei entstehen würde.

 

Aus: Schilddrüsenerkrankungen

 

 

Nadinen Berling-Aumann, Adji Widjaja

Schilddrüsenerkrankungen

2020, 149 14,90 EUR