Gesundheitstipp des Monats – Januar

 

Senfmehlfußbad

Niesen, Schneuzen, Husten – die Erkältungszeit hat Hochsaison! Bei den typischen Erkältungssymptomen bietet die Naturheilkunde gute Selbsthilfetipps. Bei einer beginnenden Erkältung und auch einer bereits bestehenden Nasennebenhöhlenentzündung hilft beispielsweise ein Senfmehlfußbad. Es wird zur Erwärmung und zur besseren Durchblutung eingesetzt. Über die bessere Durchblutung der Füße kommt es durch einen körperlichen Reflex auch zu einer Schleimlösung im Bereich der Atemwege. Ein Senfmehlfußbad ist geeignet bei Schnupfen, Stirn- und Kieferhöhlenentzündungen, aber auch bei Kopfschmerzen.

Füllen Sie einen Eimer oder eine Fußbadewanne so weit mit ca. 37°C warmem Wasser, dass es die Waden zu etwa ⅔ bedeckt. Rühren Sie 2–4 EL Senfmehlpulver in das Wasser ein und stellen Sie nun Ihre Beine in das Wasser. Die Dauer der Anwendung liegt bei etwa 10 Minuten (maximal 20 Minuten). Spülen Sie die Füße nach dem Fußbad mit klarem, warmem Wasser ab. Je nach Belieben reiben Sie die Haut zum Abschluss mit einem pflegenden Öl ein und ziehen sich warme Socken an.

Bei einer akuten Erkrankung ist ein Fußbad pro Tag empfehlenswert, als Kur oder bei chronischen Erkrankungen können Sie über circa drei Wochen etwa drei Fußbäder pro Woche nehmen. Die Reizwirkung von Senfmehl hängt von der Frische des Pulvers ab. Je länger es gelagert wurde, desto milder fällt die Reizwirkung aus. Daher empfiehlt es sich, kleinere und möglichst frischgemahlene Senfportionen aus der Apotheke zu besorgen.
Die aufsteigenden Dämpfe können Nase und Augen reizen. Bewährt hat sich deshalb, ein Badetuch über die Beine zu legen, so dass das Gefäß mit abgedeckt ist und die Dämpfe nicht aufsteigen können. Damit das Senfmehl wirken kann, muss es etwas brennen. Füße und Waden dürfen rot werden. Personen mit empfindlicher Haut sollten allerdings vorsichtig sein und prüfen, ob sie das Fußbad vertragen. Bitte beachten Sie folgende Gegenanzeigen. Keine Anwendung bei:
    Allergien gegen Senfmehl oder Unverträglichkeit des Senföls
    Hautverletzungen im Bereich der Füße und Beine
    Venenerkrankungen (z. B. Krampfadern)
    Menstruation (eine starke Anregung der Blutung ist möglich)
    Schwangerschaft und Stillzeit,
    Kindern unter sechs Jahren
    Herz- Kreislaufproblemen
    Nierenerkrankungen

Aus: Nasennebenhöhlenentzündung

 

 

Schwarzkümmel regt die Nieren an

Farben besitzen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine besondere Bedeutung. So wird nach der Lehre der TCM jedem Organ eine spezielle Farbe zugeordnet. Das ist bei den Nieren die Farbe schwarz. Entsprechend wird schwarzen Lebensmitteln ein positiver Effekt für die Nieren zugeschrieben. Dabei kann es sich um schwarze Bohnen, schwarzen Reis oder auch Schwarzkümmel („schwarzer Sesam“) handeln.
Die Schwarzkümmelsamen sollten klein gemörsert oder als Öl genossen werden, um nicht unverdaut ausgeschieden zu werden.

Aus: Hausmittel aus aller Welt

 

Annette Kerckhoff, Michael Elies

Nasennebenhöhlenentzündung

2015, 100 Seiten, 6,90 EUR

Annette Kerckhoff, Caroline Contentin El Masri

Hausmittel aus aller Welt

2016, 178 Seiten, 14,90 EUR